"Bürgersinn" ist entsetzt Südkurier 02.02.2008 Überlingen (mba) Der Verein "Bürgersinn" ist entsetzt über das Vorgehen von Stadt und Gemeinderat zum Grundstück der baufälligen Keller-Werft. Das städtische Gelände direkt am Bodenseeufer soll nach Fastnacht ausgeschrieben werden. Und zwar "völlig offen", wie der Gemeinderat Anfang Januar entschieden hatte, lediglich Wohnbebauung schloss das Gremium völlig aus. "Was jetzt wieder passiert, ist, der unstillbaren Gier der Investoren nach seenahem Spekulationsgelände nachzugeben", sagt Bürgersinn- Vorsitzender von Jagow, und fordert in einem Brief an Oberbürgermeister Volkmar Weber: "Hier hätte die Stadt die Möglichkeit, dort eine Sporteinrichtung anzulegen oder besser noch eine Grünfläche zu schaffen und damit zu beweisen, dass es auch ihr mit dem Uferschutz ernst ist." "Ist das denn so schwer zu begreifen", sagt von Jagow, "das wir den See und sein Ufergelände retten müssen, um gerade auch als Tourismusstadt für die Zukunft attraktiv zu sein." Der Bürgersinn kämpfe deshalb ja grundsätzlich gegen jede weitere Bebauung von Seeuferflächen, erinnert von Jagow an die politische Initiative seiner Vereinigung zum Bodenseeuferplan. Enttäuscht ist von Jagow auch über das Vorgehen der Stadt und des OB. Bereits 2004 hatte der Bürgersinn zur Keller-Werft einen ersten Brief an Weber geschrieben und im Oktober 2007 erneut gefordert, bei einem Abriss einen Neubau maximal in den bisherigen Dimensionen zuzulassen. Daraufhin habe der OB beruhigt, der Gemeinderat werde ja demnächst grundsätzlich darüber sprechen. "Da meint man doch, der macht sich erst mal Gedanken und die Öffentlichkeit, die Bürger, können auch noch ihre Meinung sagen. Und dann wird wieder mal sofort ein Beschluss gefällt."
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Bürgersinn e.V.  Überlingen
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