Der Bürgersinn nimmt Stellung zum Ostbad Kurz vor Weihnachten 2005 erfuhr die überraschte Öffentlichkeit, dass das Ostbad im Erbpachtverfahren an einen Investor vergeben werden soll. Dieser beabsichtigte, das Bad für einen ganzjährigen Betrieb im gastronomischen Bereich und für Freizeitmöglichkeiten umzugestalten. Dazu sollte nicht nur eine Gastronomie mit Loungebar gebaut werden, sondern noch ein Fahrradhotel – später verniedlichend Fahrradherberge genannt. Vorgesehen war, zwei große Baukörper in den Maßen 60 x 8,5 m und 35 x 9,5 m zu erstellen. Eines davon sollte als Querriegel in das Bad hineingebaut werden und hätte es quasi in zwei Hälften zerschnitten. Von Anfang an haben wir uns vehement gegen die geplante massive Bebauung gewandt, ebenso gegen einen Erbpachtvertrag, der die Stadt für 50 Jahre oder länger des Mitspracherechtes im Ostbad weitgehend beraubt hätte. Wir haben auch bemängelt, dass das Ostbad in eine Art Freizeitpark umgewandelt werden könnte, in dem der Badebetrieb nur noch eine untergeordnete Rolle spielt. In mehreren Briefen an den Oberbürgermeister und die Gemeinderäte haben wir mit Nachdruck unsere Einwände gegen das Projekt dargelegt und diese auch in mehreren Berichten in der Presse dargestellt. Das Regierungspräsidium haben wir um Prüfung gebeten, ob die Bebauung im einfachen Genehmigungswege überhaupt rechtlich möglich ist. Das Regierungspräsidium hat mitgeteilt, dass dafür ein Bebauungsplan erforderlich ist. Dies hat das Vorgehen der Verwaltung zunächst gestoppt. Als die Aufstellung eines Bebauungsplanes durch den Gemeinderat schließlich beschlossen wurde, haben wir den zuständigen Fachstellen unsere Bedenken mitgeteilt und um eine kritische Beurteilung gebeten. Noch am 27.09.06 hat der Gemeinderat den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Ostbad gefasst, dabei jedoch die Größe des Fahrradhotels von drei auf zwei Stockwerke vermindert. Offensichtlich hat dies dazu geführt, dass der Investor das Interesse verloren hat. Auf seiner Klausurtagung am 25.10.06 hat dann der Gemeinderat die Bebauung mit einem Fahrradhotel abgelehnt. Das Ostbad bleibt nun so wie es ist. Wir sind glücklich, dass wir an der Rettung des Ostbades und des wunderbaren Seegeländes maßgebend beteiligt waren. Dennoch muss die weitere Entwicklung sehr genau verfolgt werden. Unsere Forderung ist, dass das Bad deutschlandweit ausgeschrieben wird. Vorher müssen aber die Rahmenbedingungen klar festgelegt werden. Diesen sollen zugrunde liegen eine auf dem Vorhandenen aufbauende und ergänzende Infrastruktur für ein Strandbad mit angemessener Gastronomie unter Einschluss des Behindertenbades, der Surfschule und des DLRG.
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Bürgersinn e.V.  Überlingen
An bedeutenden Fragen für die Zukunft Überlingens mitzuwirken, ist wichtiger denn je