Bodenseeuferplan Verteiler: Landtagsabgeordnete: Veronika Netzhammer, Andreas Hoffmann, Ulrich Müller, Siegfried Lehmann, Norbert Zeller, Dr. Hans-Peter Wetzel Infokopie: Presse Sehr geehrte Frau Landtagsabgeordnete, sehr geehrter Herr Landtagsabgeordneter, wir sind eine Vereinigung, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, in kommunalpolitischen Fragen die Verwaltung und den Gemeinderat von Überlingen zu beraten. Gegründet haben wir uns im Jahre 2000; gegenwärtig haben wir ca. 190 Mitglieder. Wir sehen mit großer Sorge, dass am Bodensee im Seeuferbereich immer mehr größere Bauten entstehen. Wir verweisen hier z. B. >auf die Therme in Überlingen, >auf das in Sipplingen direkt am Seeufer mit einem Aufwand von 1 Mio. €   errichtete Café-Ristorante Riva, >auf die Pläne in Fischbach, die „Colani-Therme“ zu errichten, der ein   Gesundheitszentrum mit 96 Gästezimmern sowie ein Restaurant angegliedert   werden soll, >ganz aktuell auf das Vorhaben, den Mantelkopf in Überlingen mit einem Café zu   bebauen und eine Terrasse zu errichten, die direkt am Seeufer liegt. Gerade haben wir uns erfolgreich dagegen gewehrt, dass im Ostbad Überlingen, einem 85 Jahre alten Traditionsbad, ein Investor ein sog. Fahrradhotel bauen konnte. Dies war nur mit politischen Mitteln zu erreichen. Die herrschende Rechtslage hätte die Bebauung nicht verhindert. Im Westen und Osten von Überlingen werden demnächst große Flächen in Seenähe frei. Auch hier ist eine massierte Bebauung zu befürchten. Das Problem gibt es aber auch in weiteren Seegemeinden. Diese Objekte arbeiten, dank der unmittelbaren Seenähe mit gutem wirtschaftlichen Erfolg, und damit wird deren Berechtigung bewiesen. Langfristig lebt aber die Region vom freien Zugang und der freien Sicht auf den See. Weitere Bebauungen von Seeuferflächen, gleich aus welchem Anlass, sollten daher unbedingt gestoppt werden. Auch der Fremdenverkehr wird hierdurch nicht beschnitten, sondern im Gegenteil nachhaltig gefördert. Kürzlich hat der Internationale Gewässerschutz Verband festgestellt, dass bereits 60 % des Seeufers nicht mehr „natürlich“ oder „naturnah“ sind. Leider haben wir die Erfahrung gemacht, dass der Bodenseeuferplan gegen den Zubau des Seeufers keine Hilfe bietet. Sobald nachgewiesen wird, dass die Erstellung von Objekten wirtschaftlich auf das Seeufer angewiesen ist, greift der Bodenseeuferplan nicht mehr. Wir halten es dringend für notwendig, dass der Bodenseeuferplan hier revidiert wird, oder aber das Land Baden-Württemberg verschärfte Vorschriften und Überwachungsmechanismen erlässt, welche die Planung und Realisierung von Bauwerken im Uferbereich verhindert oder zumindest deutlich erschweren. Wir wären Ihnen sehr dankbar, wenn Sie dieses brennende Problem aufgreifen und sich für eine Lösung einsetzen würden. Mit freundlichen Grüßen Bürgersinn e.V. Henning v. Jagow          Joachim Betten 15.2.2007
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Bürgersinn e.V.  Überlingen
An bedeutenden Fragen für die Zukunft Überlingens mitzuwirken, ist wichtiger denn je