Südkurier 30.07.2011 Ex-Ausrichter machen Überlingern Mut Dass die Landesgartenschau eine gute Sache für Überlingen ist, daran ließen die Vertreter aus vier Städten, in denen die Landesgartenschau bereits stattgefunden hat – Villingen-Schwenningen, Bad Dürrheim, Plochingen und Singen – keinen Zweifel. Bei einer Veranstaltung der Überlinger SPD, zu der auch zahlreiche Mitglieder anderer Fraktionen gekommen waren, berichteten sie von ihren durchweg positiven Erfahrungen der Landesgartenschauen in ihren Gemeinden. Sigrid Bausch aus Bad Dürrheim, Gerhard Remppis aus Plochingen, Dietmar Johann aus Singen und Renate Gravenstein und Edgar Schurr aus Villingen-Schwenningen machten den Überlingern Mut, das Projekt tatkräftig anzugehen und sich auch von Widerständen aus der Bevölkerung nicht schrecken zu lassen. Denn diese Widerstände hatte es in allen Gemeinden vor der Ausrichtung der Landesgartenschau gegeben, in Plochingen und Villingen-Schwenningen kam es sogar zu Bürgerentscheiden, die jeweils knapp für die Landesgartenschau ausgingen. Der Bürgerentscheid sei für Plochingen sehr wichtig gewesen, meint Gerhard Remppis, denn: „Bei einem Projekt dieser Größenordnung muss man schauen, dass man eine mehrheitliche Akzeptanz kriegt. Und zwar mit Brief und Siegel.“ Und noch einen ganz wichtigen Tipp hatte Remppis für die Überlinger: „Alles was Sie machen muss unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit laufen: Welche Nutzung bleibt der Stadt auch nach der Landesgartenschau.“ Auch sei es sinnvoll, Nachbargemeinden mit einzubeziehen – denn von dort kommen die Besucher – und auf Attraktionen für Kinder zu setzen. Für die Stadt Plochingen habe sich die Landesgartenschau mehr als gelohnt: „Wir hatten 750 000 Besucher.“ Ähnlich viele, nämlich 736 000 Besucher, kamen zur Landesgartenschau nach Bad Dürrheim, wovon auch der Einzelhandel sehr profitiert habe, wie Sigrid Bausch berichtet. Außerdem hätten die im Zusammenhang Aufträge mit der Landesgartenschau zur Schaffung von Arbeitsplätzen beigetragen. Der Vertreter des Stadt Singen, Dietmar Johann, riet den Überlingern, „viele Mitgestalter mit ins Boot zu nehmen“. Sinnvoll sei zum Beispiel eine Kooperation mit der Mainau, also ein Kombiticket für die Mainau und die Landesgartenschau. „Gehen Sie mit Freude ran“, empfahl Johann den Überlingern, „denn für die Stadt gibt das einen richtigen Schwung, Aufbruchsstimmung, Begeisterung.“ Eine solche Aufbruchsstimmung habe es auch in Villingen-Schwenningen gegeben, berichtet Gravenstein. „Die Landesgartenschau hat alle Erwartungen klar übertroffen.“ Zur Landesgartenschau in Villingen-Schwenningen seien mehr als eine Million Besucher gekommen. „Eine bessere Werbung kann man sich nicht denken.“ Auch Edgar Schurr blickt begeistert auf die Schau zurück: „Das war für die Gesamtstadt ein Riesengewinn.“ In der Diskussionsrunde fragte Werner Rummel nach dem zu erwartenden Andrang durch Busse. Mit bis zu 100 Bussen pro Tag müsse man schon rechnen, erklärte Schurr. In Villingen-Schwennigen habe es am Haupteingang Busparkplätze gegeben. Und Singen bot eine Ausstiegsmöglichkeit am Haupteingang. Wie wichtig es ist, die Busunternehmer mit ins Boot zu holen, machte Gerhard Remppis deutlich: „Die Schlüsselpositionen nehmen die Busunternehmen ein. Die bringen die meisten Gäste.“
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